Die Globalisierung hat weltweit den Druck auf die Mehrheit der Beschäftigten verstärkt. Sozial ungeschützte Arbeit ist in Entwicklungsländern ein Massenphänomen, nimmt aber auch in den Industrieländern zu. Wir fordern von allen Unternehmen die Einhaltung von Sozialstandards in ihrer gesamten Lieferkette. Regierungen müssen den gesetzlichen Rahmen dafür schaffen, dass die Verletzung von Arbeitsrechten durch Unternehmen international strafbar wird.
In den Partnerschaftsaktivitäten von 88 deutschen Kommunen und 16 Bundesländern mit chinesischen Städten und Provinzen wurde die soziale Dimension des Chinaengagements deutscher Unternehmen bisher kaum thematisiert. Mit aktuellen Forschungsergebnissen über Arbeitsbedingungen bei chinesischen Zulieferern von Aldi und Adidas sowie Niederlassungen von Metro hat SÜDWIND diese Debatte im Jahr 2010 forciert und Handlungsvorschläge erarbeitet. Mehr
Staatliche Stellen und kirchliche Einrichtungen erwerben eine breite Palette von Produkten, vom Kaffee über Autos bis hin zu Strom. Würden sie diese Einkaufmacht gezielt einsetzen, könnten sie großen Einfluss auf die Wirtschaft nehmen und zur Durchsetzung von Sozial- und Umweltstandards beitragen. Mehr
Viele Produkte aus Naturstein werden mittlerweile in Entwicklungs- und Schwellenländern für den deutschen Markt gefertigt. Zwar sind die Steine konkurrenzlos billig, doch zugleich erschienen Berichte über zum Teil äußerst schlechte Arbeitsbedingungen in den Steinbrüchen Indiens und Chinas, den beiden wichtigsten Lieferländern. Mehr
Entlang der Produktionskette von Schmuck gibt es große soziale und ökologische Missstände. Zugleich wissen viele Schmuckhersteller und -händler nicht, woher die Rohstoffe ihrer Waren kommen und unter welchen Bedingungen sie gewonnen wurden. Vor diesem Hintergrund fordert SÜDWIND alle am Schmuckhandel beteiligten Unternehmen auf, in Verbesserungen der Situation zu investieren. Mehr
Sozialverpflichtung von Unternehmen
Seit 1996 hat SÜDWIND zusammen mit Partnerorganisationen zahlreiche Forschungen über den Arbeitsalltag von Beschäftigten bei asiatischen Zulieferern deutscher Unternehmen im Bereich Textilien, IT-Produkte und Haushaltswaren durchgeführt. Mit den Forschungsergebnissen übten kritische Verbraucherinnen und Verbraucher und Kampagnen wie die Clean Clothes Campaign Druck auf Unternehmen aus, damit sie einer globalen Sozialverantwortung nachkommen. Politische EntscheidungsträgerInnen wurden aufgefordert, bindende gesetzliche Regeln mit Sanktionskraft für eine globale Sozialverpflichtung von Unternehmen zu schaffen. Mehr
In der weltweiten Textil- und Bekleidungsindustrie sind schwerwiegende Arbeitsrechtsverletzungen der mehrheitlich weiblichen Beschäftigten an der Tagesordnung. SÜDWIND hat den Arbeitsalltag im Kontext des internationalen Textil- und Bekleidungshandels von GATT und WTO analysiert, der vier Jahrzehnte lang bis 2004 durch Mengenbegrenzungen der Exporte von Entwicklungsländern gekennzeichnet war. Mehr
Viele der in Deutschland konsumierten Produkte stammen aus Entwicklungsländern. Wenn Missstände bei deren Anbau oder Produktion aufgedeckt werden, schieben sich die einzelnen Beteiligten an der Wertschöpfungskette häufig gegenseitig die Verantwortung zu: Produzenten, Händler und Regierungen in den Herkunftsländern, hiesige Importeure, der Einzelhandel und schließlich auch die Konsumentinnen und Konsumenten. Daher wird SÜDWIND bei einer Reihe von Produkten die gesamte Wertschöpfungskette nachvollziehen und transparent machen, wer die Verantwortung trägt und für Verbesserungen zuständig ist. Mehr
“The work of SÜDWIND has been important for creating a fair world economy in the past and is going to be important in the future.”
Bankverbindung:
KD-Bank
Konto-Nr.: 99 88 77
BLZ: 350 601 90
Bankverbindung der Stiftung:
SÜDWIND-Stiftung
Ethikbank Eisenberg
Konto-Nr.: 308 40 00
BLZ: 830 944 95