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Sozialstandards im Welthandel

Die Globalisierung hat weltweit den Druck auf die Mehrheit der Beschäftigten verstärkt. Sozial ungeschützte Arbeit ist in Entwicklungsländern ein Massenphänomen, nimmt aber auch in den Industrieländern zu. SÜDWIND fordert von allen Unternehmen die Einhaltung von Sozialstandards in ihrer gesamten Lieferkette. Regierungen müssen den gesetzlichen Rahmen dafür schaffen, dass
die Verletzung von Arbeitsrechten durch Unternehmen international strafbar wird.

Change Your Shoes

JedeR trägt sie, jedeR braucht sie: Schuhe. In den letzten Jahren sind die Preise gefallen, die Modelle wurden immer vielfältiger. Und obwohl viele Menschen in Europa eine nachhaltige Produktion für wichtig halten, ist den wenigsten die Problematik in der Produktion von Alltagsschuhen bewusst: In den Gerbereien wird mit toxischen Chemikalien das Leder produziert. Nahezu 95 % des für Schuhe verwendeten Leders wird mit Chrom gegerbt, das in den Produktionsländern des Südens verheerende ökologische und gesundheitliche Folgen hat.

In den Schuhfabriken verdienen die Beschäftigten oft nur die Hälfte eines existenzsichernden Lohnes, arbeiten viele Stunden bis zur völligen Erschöpfung in gesundheitsgefährdender Umgebung. Im Rahmen eines breiten Partnernetzwerks arbeitet Südwind von 2015 bis 2017 an der Verbesserung der sozialen und ökologischen Bedingungen in der Lederverarbeitung und Schuhproduktion mit einem besonderen Fokus auf China, Indien und Indonesien. Mehr

China-Partnerschaftsabkommen

In den Partnerschaftsaktivitäten von deutschen Kommunen und Bundesländern mit chinesischen Städten und Provinzen wurde die soziale Dimension des Chinaengagements deutscher Unternehmen bisher kaum thematisiert. SÜDWIND hat diesen Aspekt in mehreren Publikationen an den Beispielen Aldi, Adidas und Metro sowie den China-Partnerschaften Bayerns, Nordrhein-Westfalens und Rheinland-Pfalz‘ vertieft und Anregungen für die Integration sozialer Themen in diese Partnerschaften gegeben. Mehr

Nachhaltige Beschaffung

Staatliche Stellen und kirchliche Einrichtungen erwerben eine breite Palette von Produkten, vom Kaffee über Autos bis hin zu Strom. Würden sie diese Einkaufmacht gezielt einsetzen, könnten sie großen Einfluss auf die Wirtschaft nehmen und zur Durchsetzung von Sozial- und Umweltstandards beitragen. Mehr

Natursteine

Viele Produkte aus Naturstein werden mittlerweile in Entwicklungs- und Schwellenländern für den deutschen Markt gefertigt. Zwar sind die Steine konkurrenzlos billig, doch zugleich erschienen Berichte über zum Teil äußerst schlechte Arbeitsbedingungen in den Steinbrüchen Indiens und Chinas, den beiden wichtigsten Lieferländern. Mehr

Schmuck

Entlang der Produktionskette von Schmuck gibt es große soziale und ökologische Missstände. Zugleich wissen viele Schmuckhersteller und -händler nicht, woher die Rohstoffe ihrer Waren kommen und unter welchen Bedingungen sie gewonnen wurden. Vor diesem Hintergrund fordert SÜDWIND alle am Schmuckhandel beteiligten Unternehmen auf, in Verbesserungen der Situation zu investieren. Mehr

Sozialverpflichtung von Unternehmen

Seit 1996 hat SÜDWIND zusammen mit Partnerorganisationen zahlreiche Forschungen über den Arbeitsalltag von Beschäftigten bei asiatischen Zulieferern deutscher Unternehmen im Bereich Textilien, IT-Produkte und Haushaltswaren durchgeführt. Mit den Forschungsergebnissen übten kritische Verbraucherinnen und Verbraucher und Kampagnen wie die Clean Clothes Campaign Druck auf Unternehmen aus, damit sie einer globalen Sozialverantwortung nachkommen. Politische EntscheidungsträgerInnen wurden aufgefordert, bindende gesetzliche Regeln mit Sanktionskraft für eine globale Sozialverpflichtung von Unternehmen zu schaffen. Mehr

Textilien

In der weltweiten Textil- und Bekleidungsindustrie sind schwerwiegende Arbeitsrechtsverletzungen der mehrheitlich weiblichen Beschäftigten an der Tagesordnung. SÜDWIND hat den Arbeitsalltag im Kontext des internationalen Textil- und Bekleidungshandels von GATT und WTO analysiert, der vier Jahrzehnte lang bis 2004 durch Mengenbegrenzungen der Exporte von Entwicklungsländern gekennzeichnet war. Mehr

Wertschöpfungsketten

Viele der in Deutschland konsumierten Produkte stammen aus Entwicklungsländern. Wenn Missstände bei deren Anbau oder Produktion aufgedeckt werden, schieben sich die einzelnen Beteiligten an der Wertschöpfungskette häufig gegenseitig die Verantwortung zu: Produzenten, Händler und Regierungen in den Herkunftsländern, hiesige Importeure, der Einzelhandel und schließlich auch die Konsumentinnen und Konsumenten. Daher wird SÜDWIND bei einer Reihe von Produkten die gesamte Wertschöpfungskette nachvollziehen und transparent machen, wer die Verantwortung trägt und für Verbesserungen zuständig ist. Mehr

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Dr. Sabine Ferenschild
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
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Friedel Hütz-Adams
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
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