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Rohstoffwelten – rund ums Handy: Minecraft-Workshop

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Bonner Politik-Forum: Frauen, Migration und Arbeit. Ohne Rechte keine Perspektive.

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Alternative Ansätze zur Einkommenssteigerung von Kakaobäuerinnen und -bauern

Tagungsdokumentation, Juli 2017

Die Kakao- und Schokoladenbranche steht vor großen Herausforderungen. Eine Vielzahl von Studien belegt, dass beim Anbau von Kakao Nachhaltigkeit häufig keine große Rolle spielt. Insbesondere in den Hauptanbaugebieten Westafrikas hat dies zu massiven sozialen und ökologischen Missständen geführt.

Die derzeit laufenden Versuche, ein existenzsicherndes Einkommen für Bauern zu definieren, sind noch nicht abgeschlossen. Es ist eine große Herausforderung für den Kakaosektor, so schnell wie möglich eine Einigung zu erzielen. Die Einführung existenzsichernder Einkommen ist eine der Voraussetzungen dafür, dass die Rechte der Bäuerinnen und Bauern im Kakaosektor nicht verletzt und grundlegende Arbeits- und Menschenrechte entlang der gesamten Lieferkette eingehalten werden.

Ökologisch steht die Branche ebenfalls vor großen Herausforderungen, da die Erweiterung der Anbauflächen für Kakao zur Abholzung der Regenwälder beigetragen hat. Darüber hinaus werden in der Elfenbeinküste große Mengen des Kakaos auf illegal gerodeten und mit Kakaobäumen bepflanzten geschützten Flächen geerntet.

In den vergangenen Jahren gab es eine Vielzahl von Versuchen, die Situation der Bäuerinnen und Bauern zu verbessern. Trotz oder vielleicht sogar wegen dieser Vielzahl der Ansätze lassen sich nur geringe Fortschritte beobachten. Die zeitweilige Fixierung der Projekte auf eine Steigerung der Produktivität hat sich allenfalls in Ansätzen umsetzen lassen, zudem führen Produktivitätssteigerungen potentiell zu einem Überangebot und einem Preisverfall. Darüber hinaus sind viele der Projekte und Programme in den Anbauländern gar nicht oder nur schlecht miteinander koordiniert.

Um einen nachhaltigen Kakaosektor zu schaffen, sind erhebliche Investitionen erforderlich. Es ist jedoch unklar und umstritten, wer die Gelder dafür aufbringen soll. Im hart umkämpften Markt entlang der Wertschöpfungskette von Schokolade arbeiten einige der Unternehmen mit relativ geringen, andere mithören Gewinnmargen. Offen ist, ob die Margen ausreichen, um die notwendigen Investitionen zu leisten, oder ob Schokolade und andere Kakaoprodukte schlicht und einfach zu billig sind.

Noch komplexer wird die Situation dadurch, dass zwar Einigkeit darüber herrscht, dass Bäuerinnen und Bauern einen bestimmten Preis brauchen, um überhaupt nachhaltig wirtschaften zu können. Den Preis für Kakao bestimmt jedoch der Weltmarkt. Investitionen in mehr Nachhaltigkeit finden daher unter großen Risiken statt, da die Volatilität der Kakaopreise sehr groß ist.

Die Tagung hatte zum Ziel, innovative Ansätze zur Steigerung der Einkommen von KakaobäuerInnen mit Mitgliedern aller Stufen der Wertschöpfungskette zu diskutieren, sie auf eine Anwendbarkeit für den Kakaosektor zu prüfen und eventuelle Schritte zur Umsetzung zu erörtern.

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