Baumwolle

Einer der wichtigsten Rohstoffe der textilen Kette ist die Baumwolle. Bevor aber Baumwolle zu Garn versponnen werden kann, sind mehrere Produktionsschritte nötig: Das Saatgut für die Baumwollpflanze muss gewonnen werden, die Baumwollpflanze muss angebaut, ihre Frucht geerntet werden und schließlich muss im Entkörnungsprozess die Baumwollfaser aus der Rohbaumwolle gewonnen werden. Ein großer Teil dieser Produktionsschritte findet im globalen Süden statt, denn dort wächst der größte Teil der Baumwolle. Armutslöhne, überlange Arbeitszeiten und fehlende Arbeitsverträge prägen die Baumwollproduktion. Die Lebens- und Arbeitsbedingungen der vielen Millionen Menschen weltweit, die Baumwolle anbauen und verarbeiten, sowie Wege zur Durchsetzung von Arbeitsrechten stehen im Mittelpunkt der SÜDWIND-Arbeit. Die Zusammenarbeit mit der indischen Partnerorganisation PRAYAS – Center for Labour Research and Action ist dabei von großer Bedeutung.

Publikationen

Kinderarbeit kann unsichtbar in jedem Kleidungsstück oder Handtuch aus indischer Baumwolle stecken, denn Indien gehört zu den wichtigsten Baumwollproduzenten und -exporteuren weltweit. Wer Textilien und Bekleidung ohne Kinderarbeit anbieten (oder konsumieren) will, muss deshalb auch der Frage nachgehen, unter welchen Bedingungen das Saatgut produziert wurde, aus dem dann später die Baumwollfaser gewonnen und verarbeitet wurde.

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Audio/Video

Gibt es ethisch vertretbare Kleidung? Einfach vegan - der Forscherpodcast

In dieser Folge gehen die Macher des Podcasts "Einfach vegan - der Forscherpodacst" wieder einer Hörerfrage nach und zwar hat Felix gefragt: "Gibt es Kleidung, die ohne (oder mit möglichst wenigen) Zwischenhändler*innen von einer Kooperative von Nähern/innen verschickt/vermarktet werden und bei der auch z.B. Kinderarbeit ausgeschlossen ist und Bioanbau betrieben wird. Es soll möglichst viel vom Aufpreis auf die fairen Produkte dortbleiben, was ja selbst bei strengeren Siegeln sehr niedrig oder undurchsichtig sein kann." Auf der Suche nach einer Gesprächspartnerin, die mir diese Frage beantworten kann, sind die AutorInnen auf Sabine Ferenschild getroffen. In diesem Interview erklärt sie, worauf Du bei der Kleiderwahl achten solltest und gibt Einblicke in die Komplexität der textilen Produktionskette.

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Zivilgesellschaft im Textilbündnis: Grüner Knopf nur eine weitere freiwillige Maßnahme neben einem schwachen Textilbündnis

Die heutige Vorstellung des neuen Textil-Siegels „Grüner Knopf“ durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) nutzt die Zivilgesellschaft im Textilbündnis zu einer kritischen Standortbestimmung. Die zivilgesellschaftlichen Bündnis-Mitglieder kritisieren, dass der Grüne Knopf genauso wie das Textilbündnis nur eine freiwillige Maßnahme ist. Dringend notwendig sei aber ein Gesetz, das Sorgfaltspflichten in Bezug auf Menschenrechte, Umwelt und Korruptionsvermeidung für alle Unternehmen verbindlich regelt. Dieses Gesetz müsse die Basis für soziale, ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit bilden. Freiwillige Maßnahmen wie der Grüne Knopf und ein verbessertes Textilbündnis könnten darauf aufbauen.

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Recht und Gerechtigkeit

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