Arbeitsbedingungen in der textilen Kette

In der weltweiten Textil- und Bekleidungsindustrie sind schwerwiegende Arbeitsrechtsverletzungen der mehrheitlich weiblichen Beschäftigten an der Tagesordnung. Viele von ihnen sind informell beschäftigt. Ihre Arbeit ist sozial ungeschützt und unter ihnen ist Armut weit verbreitet. Über die Hälfte der informell Arbeitenden sind Frauen. Wichtige Hebel zur Absenkung von Arbeits- und Sozialstandards waren in den letzten Jahrzehnten die Ausbreitung von „Freien Exportzonen“, die wachsende Beschäftigung von MigrantInnen sowie die Liberalisierung im Welttextilhandel. Auf allen Stufen der textilen Wertschöpfungskette - vom Anbau und der Verarbeitung von Baumwolle über Spinnereien, Webereien, Textilverarbeitung und Konfektionierung - sind informelle Arbeitsverhältnisse Alltag. SÜDWIND untersucht diese sowie die Arbeitsbedingungen von formell Beschäftigten zusammen mit Partnerorganisationen in den Produktionsländern.

SÜDWIND arbeitet seit der Gründung im Trägerkreis der Kampagne für Saubere Kleidung/Clean Clothes Campaign (CCC) mit. Die CCC ist ein weltweites Netzwerk. Um die Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie weltweit zu verbessern, informiert die CCC die VerbraucherInnen, übt Einfluss auf Unternehmen aus, unterstützt Arbeitnehmerorganisationen in Konfliktfällen und führt Kampagnen durch, die sich an die Politik wendet.

Publikationen

Am Beispiel von Indonesien, einer der zehn größten Exportnationen für Bekleidung weltweit, wird SÜDWIND in mehreren Fact Sheets und einer Studie der Frage nachgehen, welche Wege dort von eben diesen Mindestlöhnen zu existenzsichernden Löhnen führen können. In diesem Fact Sheet blicken wir auf das Recht auf Vereinigungsfreiheit und Kollektivverhandlungen, das eine entscheidende Voraussetzung für die Durchsetzung existenzsichernder Löhne ist.

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Aktuelles/Pressemitteilungen

ExpertInnen aus Produktionsländern fordern existenzsichernde Löhne für ArbeiterInnen weltweit

Berlin, 6. November 2018: Ein zentrales Thema ist der Lohn zum Leben. Gewerkschafter_innen in Bangladesch sind im Hungerstreik aufgrund unzureichender Mindestlöhne. In Kambodscha und Indonesien, aber auch in der Türkei kommt es zu Streiks und Protesten, da Löhne nicht ausgezahlt werden. In der Folge werden Gewerkschafter_innen unter Druck gesetzt oder entlassen.

- Pressekonferenz und Podiumsdiskussion der Zivilgesellschaft im Textilbündnis: Es wird Zeit! Schluss mit den leeren Versprechen.-

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Audio/Video

Radioninterview Deutschlandfunk: "Sneaker: Die Rückkehr der Hässlichkeit"

Ugly Sneakers sind das neue Ding in der Schuhwelt. Und jetzt sind sogar die Buffalos zurück, der Gipfel der Hässlichkeit aus den Neunzigern. Überfordert Euch diese Modeentwicklung? Keine Panik! Rami Eiserfey vom Praise Magazin erklärt, wie ihr unter den vielen Hässlichen den richtig Hässlichen findet. Außerdem im Podcast: Sneakerqueen Julia Schoierer hat 800 bis 1000 Sneaker. Sie erzählt, wie sie entscheidet, welchen Schuh sie wann anzieht. Aber der Hype hat seinen Preis. 23 Milliarden Sneaker werden jedes Jahr produziert, alleine 700 Millionen für Deutschland. Anton Pieper von SÜDWIND erklärt, wer den Preis für diesen Massenkonsum zahlt und warum Sneaker eigentlich in den Sondermüll gehören.

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Aus unseren Netzwerken

Stellungnahme der Kampagne für Saubere Kleidung: Bald wieder ein Rana Plaza – Regierung von Bangladesch mit allen Mitteln gegen den ACCORD

[28. November 2018] – Fünf Jahre erfolgreiche Arbeit stehen vor dem Aus. Die Regierung von Bangladesch ist gegen die Weiterarbeit des ACCORD, das Abkommen für Brandschutz und Gebäudesicherheit in Bangladesch. 

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