Entwicklungs- und Klimafinanzierung

Seit in den internationalen Klimaverhandlungen vereinbart wurde, dass die Industrienationen bis zum Jahr 2020 jährlich 100 Mrd. US-Dollar für klimarelevante Maßnahmen in Entwicklungsländern bereitstellen sollen, ist die internationale Klimafinanzierung deutlich angestiegen. Dadurch sind die alten Verpflichtungen, die Länder des Südens bei der Armutsbekämpfung zu unterstützen, nicht obsolet geworden. Entwicklungs- und Klimaschutzziele lassen sich oft gut verbinden. Dennoch sollte sehr genau geschaut werden, wie Klima- und Entwicklungsfinanzierung berechnet werden, wie beide Ziele gleichberechtigt und wirksam ineinandergreifen und welche Rolle der Privatsektor hier sinnvoll spielen kann. Hier liegen die Schwerpunkte von SÜDWIND.

Publikationen

Für viele Menschen in Entwicklungsländern sind Heimatüberweisungen die Haupteinnahmequelle. Im Jahr 2017 wurden weltweit fast 600 Mrd. US-Dollar von MigrantInnen in ihre Herkunftsländer überwiesen. Heimatüberweisungen oder Rücküberweisungen (engl. Remittances) sind Geldbeträge, die zur Unterstützung der Angehörigen in ihre Herkunftsländer überwiesen werden.

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Aktuelles/Pressemitteilungen

Deutschland verlässt den 0,7 %- Club. SÜDWIND kritisiert Rückschritte in der Entwicklungszusammenarbeit

Bonn, 10.04.2018: Der Entwicklungsausschuss der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat gestern die aktuellen Zahlen zur öffentlichen Entwicklungszusammenarbeit (ODA) bekannt gegeben. Ganz im Gegensatz zu Ländern wie Schweden, Luxemburg, Norwegen, Dänemark oder Großbritannien ist Deutschland dem international vereinbarten Ziel, 0,7 % des Bruttoinlandsprodukts für Entwicklungszusammenarbeit auszugeben, mal wieder nicht nachgekommen. Das SÜDWIND-Institut kritisiert das fehlende Engagement und fordert die neue Bundesregierung auf, Worten Taten folgen zu lassen und endlich einen angemessenen Beitrag zur Förderung nachhaltiger Entwicklung zu leisten.

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Audio/Video

Kurz erklärt: Living Wages - notwendig für menschenwürdige Arbeit!

In der weltweiten Textil- und Bekleidungsindustrie sind schwerwiegende Arbeitsrechtsverletzungen der mehrheitlich weiblichen Beschäftigten an der Tagesordnung. Um die Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie zu verbessern ist u.a. die Einführung von existenzsichernden Löhnen (living wages) essentiell.

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Termine/Veranstaltungen

16. Juni 2018

Arbeitnehmer-Zentrum Königswinter (AZK)

10:00-16:00 Uhr

 

05. Juni 2018

Bonn

11:00-17:00

Kooperationsveranstaltung mit der Stadt Bonn

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Aus unseren Netzwerken

"Die Grüne Lüge" - Nachhaltigkeitssiegel in der Kritik

Beim "Kirchlichen Filmfestival Recklinghausen" wurde der Film "Die grüne Lüge" gezeigt, der jetzt auch in den Kinos läuft. Werner Boote (Regisseur: "Plastic Planet") und Kathrin Hartmann (Autorin: Ende der Märchenstunde, Aus kontrolliertem Raubbau) gehen in dem Film der Problematik des "Green Washing" nach, z. B. in der Palmölproduktion. So wird Palmöl als nachhaltig gekennzeichnet, obwohl für dessen Produktion artenreiche Wälder zerstört, der Klimawandel angeheizt und Menschen gewaltsam vertrieben werden. SÜDWIND-Vorstandsmitglied Katja Breyer diskutierte nach der Film mit dem Publikum die Probleme der Palmölproduktion und bekräftigte die Aussage des Films, dass es politische Regeln und deren Durchsetzung braucht, um Menschenrechte und Umweltschutz zu ermöglichen.

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Pressemitteilungen

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