Publikationen

‘Decent work for sex workers’ as ILO’s centenary treat

Art.-Nr.: 2019-a

Year of publication: 2019

The International Labour Organisation (ILO) has been a gift for workers worldwide. This year marks 100 years that this United Nations (UN) organisation has offered an international space to negotiate improvements in working conditions and a firmer guarantee of workers’ rights. Its unique tripartite structure, bringing together representatives of workers, employers and governments, has amplified workers’ voices and, thus, contributed to a more level playing field for them. The international legal framework negotiated and ratified at the annual International Labour Conferences (ILCs) is a key normative benchmark for workers’ rights in the ILO’s 187 member states.

(Karin Astrid Siegmann., 2 pages)

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Wege zu existenzsichernden Löhnen. Das Beispiel Indonesien

Art.-Nr.: 2019-13

Erscheinungsjahr: 2019

Indonesien gehört zu den zehn größten Exportnationen von Bekleidung weltweit. Wären die Löhne in der Textil- und Bekleidungsindustrie existenzsichernd, wäre ein großer Schritt zur Erreichung des UN-Nachhaltigkeitsziels „menschenwürdige Arbeit“ getan. Ein
Blick in die realen Bedingungen in der indonesischen Textil- und Bekleidungsindustrie zeigt, dass die meisten ArbeiterInnen nur Mindestlöhne verdienen, von denen die Beschäftigten und ihre Familien nicht menschenwürdig leben können. Wie aber könnten existenzsichernde Löhne durchgesetzt werden?

Die Studie stellt verschiedene Ansätze vor, angefangen beim Protokoll für Vereinigungsfreiheit über globale Rahmenabkommen bis zu den Ansätzen des deutschen Bündnisses für Nachhaltige Textilien.


(Dr. Sabine Ferenschild, 28 Seiten)

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ab 1 Stück  5,00
ab 10 Stück  3,00

Fact Sheet: Warum nur sicher und nicht auch fair - Öffentliche Beschaffung von Sicherheitsschuhen für Kommunen

Art.-Nr.: 2019-05

Erscheinungsjahr: 2019

Die Entscheidung zum Kauf eines Paars Schuhe wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Entscheidend sind meist Optik, Preis und Qualität. Viel zu selten wird berücksichtigt, unter welchen sozialen und ökologischen Bedingungen die Schuhe hergestellt wurden. Dabei befindet sich die gesamte Schuhbranche bezüglich sozialer und ökologischer Standards noch in den sprichwörtlichen Kinderschuhen.

(Anton Pieper, 6 Seiten)

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Gute Güte. Gütezeichen, Multi-Stakeholder- und Sektorinitiativen in der Schuh- und Lederproduktion

Art.-Nr.: 2019-04

Erscheinungsjahr: 2019

Weltweit erfordert der überwiegende Teil der Schuh- und Lederproduktion nach wie vor eine ganze Reihe von unterschiedlichen, meist sehr arbeitsintensiven Produktionsschritten. Dabei kommt es häufig zu Arbeitsrechtsverletzungen bei der Anfertigung von Schuhen in den Schuhfabriken, den Zulieferbetrieben und in ausgelagerten Produktionsschritten, wie der Heimarbeit. Aber auch in den vorgelagerten Bereichen der Wertschöpfungskette, wie beispielsweise in der Lederproduktion, sind massive Verstöße gegen Arbeitsrechte weit verbreitet. Darüber hinaus ist die Schuh- und Lederproduktion aufgrund des Umganges mit potentiell sehr umweltschädlichen Stoffen ein wortwörtlich schmutziges Geschäft. Mensch und Umwelt leiden weltweit unter Giften, die in der Lederindustrie zum Einsatz kommen.


(Anton Pieper, 40 Seiten)

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Taz/Freitag-Beilage: Mission gescheitert? Die Internationale Arbeitsorganisation und ihr Einsatz für menschenwürdige Arbeit

Art.-Nr.: 2018-36

Erscheinungsjahr: 2018

Das Recht der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO – International Labour Organisation) ist weltweit anerkannt und gehört zum internationalen Arbeitsrecht. Nächstes Jahr feiert die ILO ihren 100. Geburtstag. Wir gratulieren! Aller­dings nicht ohne einen kritischen Blick auf die wechselhafte Geschichte der ILO und die mittlerweile 189 ILO-Überein­kommen zu werfen. Auf den folgenden Seiten werden einige Beispiele vorgestellt, die offenbaren, dass es neben Erfolgen der ILO auch noch viele Herausforderungen gibt, insbesondere was die kon­krete Umsetzung der einzelnen Übereinkommen betrifft.

Die Kernarbeitsnormen der ILO sind allgemein bekannt, etwa als inhaltliche Grundlage freiwilliger Unternehmensverantwortung oder als Argumentation zivilgesellschaftlicher Gruppen. Allerdings reicht dieses Wissen selbst unter entwicklungspolitisch Aktiven meist nicht sehr weit. Das Recht der ILO sowie ihre Umsetzungs- und Sanktionsmechanismen werden so zu einem „ungeho­benen Schatz“.

Mit unserer Arbeit möchten wir das ändern. Wir möchten zu einem bes­seren Verständnis der ILO und ihrer Übereinkommen beitragen und veran­schaulichen, wie das Recht der ILO Verbesserungen der Lebens- und Arbeits­bedingungen in der globalen Arbeitswelt bewirken kann.

(Dr. Sabine Ferenschild u.a., 4 Seiten)

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Wünsche für die Zukunft. Was ExpertInnen der ILO empfehlen

Art.-Nr.: 2018-33

Erscheinungsjahr: 2018

Herzlichen Glückwunsch, ILO! Im Jahr 2019 feiert die Internationale Arbeitsorganisation (International Labour Organisation - ILO) ihren 100. Geburtstag.
Zum bevorstehenden Jubiläum hat SÜDWIND bereits mehrere Studien und Fact Sheets veröffentlicht und schließt diese Reihe nun mit „Wünschen für die Zukunft“ der ILO ab.

Während die vorherigen Veröffentlichungen auf die Geschichte, die Struktur, die Erfolge, aber auch die Fehlschläge der ILO blickten, widmet sich die vorliegende Veröffentlichung also dem Blick in die Zukunft und der Frage nach den größten Herausforderungen.

Mit den Beiträgen internationaler ExpertInnen in dieser Publikation wollen wir Stimmen zu Gehör bringen, die auf noch Fehlendes und auf notwendige zukünftige Weichenstellungen hinweisen.

Denn die ILO steht vor großen Herausforderungen: Nach wie vor sind die Arbeitswelten in formelle und informelle Bereiche gespalten. ArbeitsmigrantInnen erleben überall auf der Welt, dass sie ihrer Rechte beraubt werden. Nicht einmal die Kernarbeitsnormen der ILO, die als Menschenrechte bei der Arbeit gelten, konnten bisher überall durchgesetzt werden, geschweige denn existenzsichernde Löhne.

Für neue Herausforderungen wie die Arbeitsformen, die im Zuge der Digitalisierung entstehen oder wegfallen, müssen Antworten gefunden werden, damit aus dem technologischen Fortschritt ein sozialer Fortschritt für alle wird. Auf diese und weitere Aspekte und Herausforderungen gehen die folgenden Beiträge ein, für die die HerausgeberInnen verschiedene AutorInnen aus Europa, Asien und Afrika gewonnen haben.

Die vorliegende Publikation erscheint nahezu gleichzeitig auf Deutsch, herausgegeben vom SÜDWIND-Institut, und auf Englisch, herausgegeben von der Deutschen Kommission Justitia et Pax. Sie bietet allen Interessierten hoffentlich Gedankenanstöße und Impulse für nötige künftige Weichenstellungen in der ILO.

(Dr. Sabine Ferenschild, 36 Seiten)

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ab 1 Stück  5,00
ab 10 Stück  3,00

Kakao-Barometer 2018

Art.-Nr.: 2018-32

Erscheinungsjahr: 2018

Der Weltmarktpreis für Kakao ist zwischen September 2016 und Februar 2017 massiv gefallen. Kleinbäuerinnen und -bauern, die bereits zuvor häufig unter Armut litten, wurden binnen weniger Monate mit einem Preisverfall von 30 bis 40 Prozent konfrontiert. Einzige Ausnahme waren die ProduzentInnen in Ghana, wo die Regierung den Kakaopreis indirekt subventioniert. Obwohl die Preise derzeit wieder steigen, tragen FarmerInnen weiterhin das Risiko schwankender Preise. Es gibt derzeit keine gemeinsamen Anstrengungen der Industrie oder der Regierungen, zumindest einen Teil der Last des Einkommensschocks zu übernehmen.

Der Preisverfall ist eng mit dem starken Wachstum der Kakaoproduktion in den letzten Jahren verbunden, der zum Teil durch den Aufbau neuer Anbaugebiete auf Kosten von Regenwäldern vorangetrieben wurde. Dafür verantwortlich ist auf der einen Seite das Desinteresse vieler Unternehmen an den Umwelteffekten, die eine billige Versorgung mit Kakao mit sich bringt, und auf der anderen Seite das nahezu vollständige Versagen der Regierungen bei der Durchsetzung der Erhaltung geschützter Flächen. Mehr als 90 Prozent der ursprünglichen Wälder Westafrikas sind mittlerweile verschwunden.

Kinderarbeit ist weiterhin weit verbreitet im Kakaosektor. Schätzungen zufolge arbeiten 2,1 Mio. Kinder alleine auf den Kakaoplantagen der Côte d’Ivoire und Ghanas. Die Kinderarbeit hat eine Reihe von unterschiedlichen Gründen. Darunter befinden sich strukturelle Armut, der Anstieg der Kakaoproduktion sowie ein Mangel an Schulen und weiterer Infrastruktur. Kein Unternehmen und keine Regierung erreicht derzeit das vom Kakaosektor definierte Ziel einer Beendigung der Kinderarbeit. Sie sind weit davon entfernt ihre Selbstverpflichtung umzusetzen, die Kinderarbeit bis 2020 um 70 % zu reduzieren.

Die Anstrengungen des gesamten Sektors zur Verbesserung der Lebensbedingungen der kakaoanbauenden Familien, ihrer Gemeinden und der Umweltbedingungen hatten bislang wenig Wirkung. Die vorgeschlagenen Lösungen haben nicht einmal entfernt die Größenordnung und Reichweite, die notwendig wäre, um den Umfang der Probleme anzugehen.

Viele der derzeit laufenden Programme im Kakaosektor setzen immer noch auf technische Lösungen und dabei insbesondere auf verbesserte Anbaumethoden, während die Probleme und zugrundeliegenden Ursachen zu einem erheblichen Teil auf Machtverhältnissen und politischen Systemen beruhen. Dazu gehören die Preisbildung am Markt, die fehlende Verhandlungsmacht der FarmerInnen, die Marktkonzentration auf multinationale Unternehmen sowie der Mangel an Transparenz und Rechenschaft - sowohl von Regierungen als auch von Unternehmen.

Die vergangenen beiden Barometer waren der Startschuss der Diskussion über die Lebensgrundlagen der Bäuerinnen und Bauern. Mittlerweile werden existenzsichernde Einkommen als ein Eckstein eines nachhaltigen Kakaosektors gesehen. Das vorliegende Barometer erläutert daher tiefergehend, wie eine „Garantie existenzsichernder Einkommen“ aussehen könnte. Zusätzlich dazu benötigen Kakaoanbaugebiete eine ausreichende lokale Infrastruktur, darunter Schulen, Gesundheitsversorgung und den Zugang zu Märkten. In diesem Bereich kommt den Unternehmen und Regierungen eine zentrale Rolle zu. Der zweite Schwerpunkt des Barometers ist daher der Fokus auf die Rolle von „Transparenz und Rechenschaft“ als Voraussetzung der Durchsetzung von Verbesserungen.

(Friedel Hütz-Adams u.a. 84 Seiten)

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PPP Recht auf menschenwürdige Arbeit – Unternehmensverantwortung in der Textilindustrie

Art.-Nr.: 2018-31

Erscheinungsjahr: 2018

Arbeitsrechte als Menschenrechte, Wie verbindlich ist das ILO-Recht? Ratifizierungen der Kernarbeitsnormen durch Mitgliedsstaaten, Ratifikationen der Kernarbeitsnormen durch die zehn ständigen Mitglieder des Verwaltungsrates, Deutschland und die ILO, Arbeitsrechte in globalen Wertschöpfungsketten, Instrumente

(Dr. Sabine Ferenschild, 7 Seiten)

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Tagungsdokumentation: Herausforderungen für einen nachhaltigen Kakaosektor

Art.-Nr.: 2018-30

Erscheinungsjahr: 2018

Der Kakaosektor steht weiterhin vor großen Herausforderungen, insbesondere in den Hauptanbaugebieten Westafrikas. Durch den massiven Rückgang des Kakaopreises ab Ende 2016 und der dadurch sinkenden Einkommen kakaoanbauender Haushalte wurde die Situation dieser weiter verschlechtert. In Folge dessen könnten die im Rahmen von Nachhaltigkeits-projekten erzielten Fortschritte rückgängig gemacht werden – wenn dies nicht bereits geschehen ist.

SÜDWIND analysierte anlässlich des 100-jährigen Geburtstags der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) die Relevanz von ILO-Konventionen für den Kakaosektor. Dabei wurde die Situation von abhängig Beschäftigten auf den Plantagen sowie von Saisonkräften und Sharecroppern betrachtet.

Anlässlich der Feiern zum 25-jährigen Bestehen des Schokoladenmuseums Köln wurden die Ergebnisse dieser Studie vorgestellt. Darüber hinaus konnte mit VertreterInnen von Unternehmen, Zivilgesellschaft, standardsetzenden Organisationen und der Bundesregierung über konkrete Ansätze diskutiert werden, durch die eine Einhaltung der ILO-Konventionen gewährleistet werden könnte. Zum Auftakt dieser Diskussion wurden Beispiele aus der Praxis vorgestellt. Anschließend tauschten sich Arbeitsgruppen darüber aus, wie positive Ansätze in die Breite getragen werden können.

Ziel der Tagung war ein offener Dialog darüber, mit welchen Projektansätzen bereits experimentiert wird, wie die Erfahrungen mit diesen sind und was diese Erfahrungen für den Aufbau zukünftiger Projekte bedeuten.

(Friedel Hütz-Adams, Kathrin Hegger, 18 Seiten)

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Fact Sheet: Nur Papiertiger? Indonesien und Kollektivverhandlungen

Art.-Nr.: 2018-29

Erscheinungsjahr: 2018

Existenzsichernde Löhne sind ein zentrales Element menschenwürdiger Arbeit. In den Ländern des Globalen Südens allerdings kann ein großer Teil der Beschäftigten vom hart erarbeiteten Lohn nicht menschenwürdig leben. Dies gilt auch für die Beschäftigten der Textil- und Bekleidungsindustrie, die zwar in der Regel auf dem Niveau staatlicher Mindestlöhne entlohnt werden. Diese Mindestlöhne reichen aber meist nur dann zum Überleben, wenn sie durch zahllose Überstunden aufgestockt oder durch ein zweites Einkommen in der Familie ergänzt werden. Am Beispiel von Indonesien, einer der zehn größten Exportnationen für Bekleidung weltweit, wird SÜDWIND in mehreren Fact Sheets und einer Studie der Frage nachgehen, welche Wege dort von eben diesen Mindestlöhnen zu existenzsichernden Löhnen führen können. In diesem Fact Sheet blicken wir auf das Recht auf Vereinigungsfreiheit und Kollektivverhandlungen, das eine entscheidende Voraussetzung für die Durchsetzung existenzsichernder Löhne ist.

(Dr. Sabine Ferenschild, 6 Seiten)

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