Publikationen

Fact Sheet: Green Economy, die Entwicklungsländer und der Welthandel

Art.-Nr.: 2017-12

Erscheinungsjahr: 2017

Der Welthandel wird oft als „Kernbereich der Globalisierung“ bezeichnet. Kein Wunder also, dass im ideologischen Diskurs von Populisten das Gespenst des Handelskriegs wieder Einzug erhält: Der Brexit hat dem Projekt EU einen Dämpfer versetzt und die Absagen des neuen US-Präsidenten Donald Trump an bereits verhandelte Abkommen mit Anrainerstaaten im Pazifik und mit Europa haben die bislang bestehende Euphorie für den Freihandel erheblich gedämpft. Die Legende vom Freihandel, der eine Steigerung von Wohlstand in allen Ländern möglich macht, steht häufig im Widerspruch mit der erlebten Situation vieler Menschen nicht nur im globalen Süden. Was sind die Alternativen, um dem aufkeimenden Protektionismus in den reichen Ländern entgegen zu wirken? Sind regionale Integrationsprojekte in Entwicklungsländern eine Alternative zum globalen Freihandel? Oder sind eher die Wirtschaftspartnerschaftsabkommen der EU der Königsweg?

(Dr. Pedro Morazán, 4 Seiten)

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Wie nachhaltig kann Freihandel sein? Vom Verhältnis zwischen Green Economy und Welthandel

Art.-Nr.: 2016-49

Erscheinungsjahr: 2016

Inhalt: Welthandel und Entwicklungsländer, Welthandel und Green Economy, Alternative Auffassungen, Schlussfolgerungen

(Dr. Pedro Morazán, 15 Seiten)

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Zum europäischen Konsens über die Entwicklungspolitik. Anforderungen aus Sicht der Zivilgesellschaft

Art.-Nr.: 2016-32

Erscheinungsjahr: 2016

Armutsbekämpfung bleibt die wichtigste gemeinsame Herausforderung. Die Vision des neuen EU-Konsens sollte die Überwindung von Armut in all ihren Dimensionen, die Bekämpfung von Ungleichheit in und zwischen den Ländern und den Schutz von natürlichen Ressourcen beinhalten. Jedes Land sollte in der Lage sein, die sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Dimensionen einer nachhaltigen Entwicklung zu gestalten. Konventionelles Wachstum als Maßstab von Wohlstand wird durch nachhaltige Entwicklung ersetzt.

(Dr. Pedro Morazán, 9 Seiten)

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Folgen des Freihandels. Das Ende des Welttextilabkommens und die Auswirkungen auf die Beschäftigten

Art.-Nr.: 2016-03

Erscheinungsjahr: 2016

Die Frage nach Chancen und Grenzen eines globalisierten Freihandels wird derzeit in Deutschland kontrovers diskutiert. Während Teile der Wirtschaft und Akteure aus der Politik die Segnungen des freien Marktes nicht genug preisen können, sind Nichtregierungsorganisationen, Gewerkschaften, Kulturschaffende sowie viele kleine und mittlere Unternehmen eher skeptisch. Für eine seriöse Diskussion über die Folgen des Freihandels ist es sinnvoll, einen Blick auf den seit 2005 weitgehend liberalisierten Weltmarkt für Textilien und Bekleidung zu werfen.

Die Arbeitsbedingungen der Näherinnen und Näher, die für Hungerlöhne die Kleidung der großen Textilmarken herstellen, verdeutlichen, dass Freihandel in der Regel nicht zum Nutzen aller Beteiligten funktioniert. Wohlstand ist für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den meisten Produktionsländern weiter eine Illusion. Nicht nur, weil die mageren Einkommen kaum zum Leben reichen, sondern auch wegen des oft mangelhaften Arbeitsschutzes und der daraus resultierenden Gefahren für Leib und Leben. Unglücke wie das von Rana Plaza oder der Brand bei Ali Enterprise sind nur die bekanntesten Beispiele. Die allermeisten Arbeitsunfälle schaffen es erst gar nicht in die Schlagzeilen unserer Medien. Diese Katastrophen machen auch die Verantwortung der großen Bekleidungsmarken deutlich. Sie profitieren mit hohen Gewinnmargen von der Ausbeutung der Beschäftigten und setzen mit ihrer Marktmacht den produzierenden Subunternehmen zu. Aufträge werden nur an die billigsten Produzenten an den billigsten Standorten vergeben. Soziale Kriterien spielen bei der Auswahl faktisch kaum eine Rolle.

Zehn Jahre nach dem Ende des Welttextilabkommens, mit dem Jahrzehnte der Regulierung des Handels für Textilien und Bekleidung zu Ende gingen, lenken Otto Brenner Stiftung und IG Metall mit der Förderung und der Veröffentlichung der hier vorliegenden Studie den Blick auf die Entwicklung der Arbeitsbedingungen in der globalen Textil- und Bekleidungsindustrie. Nach Vorgängerstudien aus den Jahren 2004 und 2009 fragt diese Untersuchung nun danach, wie sich die Handelsliberalisierung auf die Textil- und Bekleidungsindustrie sowie die Arbeitsbedingungen in sieben zentralen Produktionsländern ausgewirkt haben.

(Dr. Sabine Ferenschild u.a., 152 Seiten)

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Die Legende vom grünen Wachstum. Vom Verhältnis zwischen Green Economy und Welthandel

Art.-Nr.: 2016-02

Erscheinungsjahr: 2016

Die CO²-Emissionen müssen so schnell wie möglich reduziert werden, um ein weiteres Ansteigen der Erderwärmung zu vermeiden. Das ist nur möglich, wenn die starke Bindung an kohlenstoffabhängige Wirtschaftsaktivitäten (Brown Economy) überwunden wird. Die Idee des „ökologischen Wirtschaftens“ wurde von vielen nationalen und internationalen Institutionen aufgenommen. Für die meisten ist „grünes Wachstum“ (Green Growth) der Motor einer ökologischen Transformation, die durch eine Erhöhung der Ressourcen- und Energieeffizienz CO²-Emissionen vermeidet (Green Economy). Das Verhältnis zwischen Green Economy und Welthandel wird in diesem Zusammenhang viel diskutiert. Eindeutig ist, dass der enorme Zuwachs des Welthandels mit einer entsprechenden Belastung von Naturressourcen und einer signifikanten Steigerung von CO²- Emissionen einhergeht.

Ist die grundlegende grüne Transformation der Weltwirtschaft nur Wunschdenken? Wie kann vor diesem Hintergrund die Abhängig keit der ärmsten Länder von Rohstoffexporten zugunsten einer nachhaltigen und umweltfreundlichen Transformation überwunden werden? Kann eine solche Transformation ohne eine grundsätzliche Reform der bestehenden Handelspolitik auf WTOEbene erreicht werden? Welche Auswirkungen haben regionale und megaregionale Handelsabkommen wie TTIP auf die Armutssituation in Entwicklungsländern? Bietet die neue Agenda 2030 den richtigen Rahmen, den Welthandel ökologischer und gerechter zu gestalten? Die vorliegende Studie befasst sich mit diesen und weiteren Fragen, die das Verhältnis zwischen Handel und nachhaltiger Entwicklung betreffen.  

(Dr. Pedro Morazán, 32 Seiten)

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ab 1 Stück 5.00
ab 10 Stück 3.00

Tagungsdokumentation: Chancen und Grenzen von Menschenrechtsklagen gegen Unternehmen

Art.-Nr.: 2014-11

Erscheinungsjahr: 2014

„Eine umfassende Entwicklung muss das Ziel haben, dass Menschen ein Leben in Würde genießen“, führt Dr. Julia Duchrow, Menschenrechtsexpertin bei Brot für die Welt, in die Veranstaltung ein. Hierzu müssten auch die Menschenrechte gewährleistet sein. „Leider ist dies, wie wir wissen, nicht durchweg der Fall“, so Duchrow. „Im Gegenteil, Menschenrechte werden viel zu oft missachtet und verletzt. Durch Staaten und auch durch Unternehmen, häufig in Komplizenschaft.“ Nicht nur in der Vergangenheit habe es eine Vielzahl von Fällen, wie etwa die Zusammenarbeit von Daimler mit dem Apartheid-Regime in Südafrika, gegeben.

(13 Seiten)

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G20 – Gipfel der Ratlosigkeit? Hintergrundpapier

Art.-Nr.: 2011-30

Erscheinungsjahr: 2011

Seit 1999 kommen die Finanzminister und Zentralbankchefs der zwanzig mächtigsten Staaten der Welt1 zusammen, um über langfristige Ansätze und Strategien zur weltweiten wirtschaftlichen Stabilität und Entwicklung zu diskutieren. Zusammen kontrollieren sie 90 % des globalen Bruttosozialproduktes, 80 % des Welthandels und zwei Drittel der Weltbevölkerung (vgl. G20, 2011b). Unweigerlich genießen die G20-Staaten somit einen enormen Einfluss auf die globale Wirtschaftsund Finanzlage. Die Themen und Beschlüsse der G20-Agenda sind daher besonders relevant für alle Mitwirkenden und Interessenten an der Gestaltung einer wirksamen, gerechten und nachhaltigen Entwicklungspolitik.

(Dr. Pedro Morazán u.a., 31 Seiten)

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Multilateraler vs. regionaler Freihandel und Textilien: Wer profitiert? Wer verliert?

Art.-Nr.: 2011-07

Erscheinungsjahr: 2011

Nach dem Ende des Quotensystems im internationalen Textil- und Bekleidungshandel am 31.12.2004 wurde dieser Sektor in die NAMAVerhandlungen (NAMA = Non-Agricultural Market Access / Marktzugang für Nicht-Agrarprodukte) der Welthandelsorganisation (WTO) integriert. Seit 2001 wird über NAMA und die Liberalisierung des Agrar- und Dienstleistungshandels im Rahmen der Doha-Entwicklungs-Runde der WTO verhandelt. Doch eine Einigung in dieser Runde ist bisher nicht in Sicht. Während sich die multilateralen Verhandlungen in einer Sackgasse befinden, wächst die Zahl der bilateralen und minilateralen Handelsabkommen immer weiter an. Zu den Vertragsstaaten zählen viele Länder mit einer bedeutenden Textil- und Bekleidungsindustrie.

(Ingeborg Wick, 19 Seiten)

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Was bedeutet das Ende des Multifaserabkommens für China? Untersuchung und Monitoring der Auswirkungen

Art.-Nr.: 2010-41

Erscheinungsjahr: 2010

Der 31. Dezember 2004 markiert das Ende des Multifaserabkommens (Multi-Fibre Arrangement, MFA), eines dreißig Jahre alten Quotensystems für den Export von Textilien und Bekleidung aus Entwicklungsländern in entwickelte Länder.

Im Vorfeld des MFA-Endes kursierte die Spekulation, die Exporte aus China und Indien würden explodieren. Das werde einen Handelsrückgang für kleinere Länder wie Bangladesch und Sri Lanka bedeuten sowie niedrigere Preise für die Konsumenten und weitere Arbeitsplatzverluste für die Beschäftigten in der Textil- und Bekleidungsproduktion der entwickelten Länder.

Kurz bevor sich das Ende des MFA zum fünften Mal jährt, möchte diese Untersuchung analysieren, was ‚erreicht‟ wurde und welche Spekulationen wahr geworden sind.

(Ingeborg Wick, 36 Seiten)

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IWF freiwillig im Abseits: Reformvorschlag ändert nichts an der Machtverteilung

Art.-Nr.: 2008-15

Erscheinungsjahr: 2008

Ab dem 12.4.2008 findet die Frühjahrestagung der Bretton Woods Institutionen
Internationaler Währungsfonds (IWF) und Weltbank statt. Ein wichtiger Punkt der
Agenda ist die Demokratisierung bzw. die Veränderung der Stimmverteilung des IWF. Die Erstellung einer neuen Formel, die anstelle der überholten Quotenverteilung die neuen Realitäten der Weltwirtschaft widerspiegeln sollte, wurde letztes Jahr auf der Jahrestagung von Singapur beschlossen und in Auftrag gegeben.

Der vom Exekutivdirektorium vorgelegte „Kompromiss“ trägt aus Sicht des SÜDWIND Instituts jedoch nicht zu einer dauerhaften Konsolidierung der internen Demokratie dieser Institution bei: Demnach steigt der Einfluss der Entwicklungsländer um lediglich 1,5% von 40,5 auf 42% und der Einfluss der Industrieländer geht entsprechend von 59,5 auf 58% zurück. Damit wurde eine weitere Chance verpasst, den IWF durch eine tief greifende Reform aus seiner gegenwärtigen Krise herauszuholen.

(Friedel Hütz-Adams, Dr. Pedro Morazán, 4 Seiten)

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