Zertifizierungen und Sozialverpflichtung

Um globale Wertschöpfungsketten transparenter zu machen, wurde in den vergangenen Jahren verstärkt auf die Einführung von privaten Standards gesetzt: Standardsetzende Organisationen wie Fairtrade, UTZ, GOTS etc. entwickeln Kriterien für eine nachhaltigere Produktion. Die Erfüllung dieser Kriterien wird in der Regel durch Audits kontrolliert, die von kommerziellen Auditfirmen durchgeführt werden. Teilweise werden die Produkte der auditierten Firmen dann mit einem Label verkauft. Nichtregierungsorganisationen, Politik und Unternehmen hofften, durch die Einführung von privaten Standards Missstände identifizieren und abstellen zu können. Zugleich dienten sie der Politik als Alternative zu gesetzlichen Maßnahmen für die Umsetzung unternehmerischer Sorgfaltspflichten.

Mittlerweile gibt es mehrere 100 Standards für verschiedenste Produkte, doch zugleich auch erhebliche Zweifel, ob deren Einführung tatsächlich ausreichend ist, um Missstände abzustellen. Südwind beschäftigt sich daher intensiv mit Chancen und Grenzen der Einführung von Standards.

Publikationen

Kautschuk steckt in vielen Alltagsgegenständen wie in Matratzen, Schuhen oder Schnullern. Der größte Abnehmer ist aber die Automobilindustrie: 70 % des weltweiten Kautschuks fließen in die Herstellung von Reifen. Da das Thema Nachhaltigkeit zunehmend an Bedeutung gewinnt berücksichtigen immer mehr Unternehmendies bei ihren Aktivitäten. Oft betreffen solche Aktivitäten Emissionsreduktionen im eigenen Werk oder die Unterstützung sozialer Projekte in der Heimat. Ökologische und soziale Nachhaltigkeit auch in der eigenen Beschaffung umzusetzen, ist aber mindestens genauso wichtig, leider oft aber gar nicht so einfach.

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Aktuelles/Pressemitteilungen

Pressemitteilung: Kakao-Barometer 2020 - Nur struktureller Wandel in der globalen Kakaolieferkette kann Armut beseitigen

[Berlin/ Bonn, 1. Dezember 2020] Mit der Veröffentlichung des Kakao-Barometers 2020 schlagen die Herausgeber Alarm: Nach zwei Jahrzehnten fehlgeschlagener Bemühungen gehören Armut und Kinderarbeit noch immer zum Alltag von Kakaobauernfamilien. Die entwicklungspolitischen Organisationen INKOTA-netzwerk, SÜDWIND-Institut und Solidaridad fordern als Mit-Herausgeber des Kakao-Barometers Unternehmen und Regierungen dazu auf, ihre Versprechen zur Beendigung der Entwaldung, von Armut und Menschenrechtsverletzungen im Kakaosektor einzuhalten. Dafür sind die Beteiligung von Bauern und Bäuerinnen sowie Arbeiter*innen an Entscheidungsprozessen und die Zahlung existenzsichernder Preise im Kakaosektor nötig.

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Termine/Veranstaltungen

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Aus unseren Netzwerken

Pressemitteilung Kampagne für Saubere Kleidung: Näherinnen in der Textilindustrie brauchen Lohngarantie von Modefirmen

Wie nehmen die Modemarken und -händler in der Coronakrise ihre Verantwortung in der Lieferkette wahr? Erst in jüngster Zeit beginnen einige Handelshäuser damit, dieses Thema auf die Tagesordnung zu setzen. Nach dem öffentlichen Aufschrei hatsich eine Reihe von Unternehmen verpflichtet,alle vor dem Ausbruch der Pandemie erteilten Aufträge zu bezahlen.

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Recht und Gerechtigkeit

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Pressemitteilungen

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