Zertifizierungen und Sozialverpflichtung

Um globale Wertschöpfungsketten transparenter zu machen, wurde in den vergangenen Jahren verstärkt auf die Einführung von privaten Standards gesetzt: Standardsetzende Organisationen wie Fairtrade, UTZ, GOTS etc. entwickeln Kriterien für eine nachhaltigere Produktion. Die Erfüllung dieser Kriterien wird in der Regel durch Audits kontrolliert, die von kommerziellen Auditfirmen durchgeführt werden. Teilweise werden die Produkte der auditierten Firmen dann mit einem Label verkauft. Nichtregierungsorganisationen, Politik und Unternehmen hofften, durch die Einführung von privaten Standards Missstände identifizieren und abstellen zu können. Zugleich dienten sie der Politik als Alternative zu gesetzlichen Maßnahmen für die Umsetzung unternehmerischer Sorgfaltspflichten.

Mittlerweile gibt es mehrere 100 Standards für verschiedenste Produkte, doch zugleich auch erhebliche Zweifel, ob deren Einführung tatsächlich ausreichend ist, um Missstände abzustellen. Südwind beschäftigt sich daher intensiv mit Chancen und Grenzen der Einführung von Standards.

Publikationen

Weltweit arbeiten viele Millionen Menschen auf Baumwollfeldern. Sie tun dies in der Regel ohne Arbeitsverträge oder Gesundheitsschutz, auf mit Pestiziden belasteten Feldern, zu niedrigsten Löhnen bei überlangen Arbeitszeiten, um sich und ihre Familien zu ernähren.

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Aktuelles/Pressemitteilungen

Menschenrechtliche Sorgfalt muss im Ledersektor Standard werden

Bonn, 05.10.2021 In seiner neuen Studie belegt das SÜDWIND-Institut inakzeptable Probleme in türkischen Kleinbetrieben des Ledersektors. Im Sommer 2021 wurden Arbeiter*innen und Arbeitgeber*innen befragt, die in der Türkei Leder, Schuhe, Gürtel oder Taschen herstellen. Auch Expert*innen sowie Eltern von Kindern, die im Sektor arbeiten, kamen bei der Erhebung zu Wort. Die türkische Organisation Support to Life unterstützte die Durchführung der Studie, die von der Expertin Sinem Sefa Akay mit finanzieller Unterstützung der Heinrich Böll Stiftung Türkei im Auftrag des SÜDWIND-Instituts durchgeführt wurde.  

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Termine/Veranstaltungen

28. Oktober 2021

Onlineveranstaltung der Deutschen Umwelthilfe

28.10.2021, 14-16 Uhr

mit Friedel Hütz-Adams

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Aus unseren Netzwerken

Zivilgesellschaft fordert Schokolade ohne Kinderarbeit

Der 12. Juni 2021 markiert den globalen Tag gegen Kinderarbeit. An diesem Tag fordern wir als große Gruppe zivilgesellschaftlicher Organisationen, die sich weltweit für die Menschenrechte im Kakaosektor einsetzen, Schokoladen- und Kakaounternehmen und Regierungen dringend auf, jahrzehntealte Versprechen einzuhalten.

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Recht und Gerechtigkeit

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Pressemitteilungen

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