
Anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Kampagne für Saubere Kleidung lädt das Netzwerk sowohl Akteur*innen des Netzwerks als auch Verbündete zum Gespräch ein. Der Blick wird auf die Gegenwart gerichtet. Welche aktuellen Erfahrungen werden in der Praxis gemacht? Wie stärken wir die Rechte von Arbeiter*innen in der weltweiten Bekleidungsindustrie? Wie schaffen wir eine Modeindustrie, die auf Gerechtigkeit statt auf Ausbeutung basiert? Es werden Visionen, Erkenntnisse, Impulse und praktische Erfahrungen geteilt. Veränderung ist möglich – durch gemeinsames Handeln.
FADEN FÜR FADEN
Wege in eine gerechte Modeindustrie - Eine Fachtagung der Kampagne für Saubere Kleidung
WANN: 20. Oktober, ab 9 Uhr
WO: Haus der Demokratie und Menschenrechte Berlin
Eingeladen sind alle, die sich mit den Schnittstellen von Mode, Wirtschaft und Menschenrechten beschäftigen - ob Referent*innen, Praktiker*innen, Forscher*innen oder Engagierte.
Mit dabei sind folgende PROJEKTE / ANSÄTZE:
Die Multi-Akteurs-Partnerschaft zu gender-sensitivem Arbeits- und Gesundheitsschutz (G*OSH) will Gendergerechtigkeit im Gesundheitsschutz bei Fabriken, Marken, Einzelhändlern und Standardsetzern verankern. Durch Dialoge mit beteiligten Marken und Akteur*innen werden politische Herausforderungen adressiert und gemeinsame Fortschritte gefeiert. Ein Projekt von SÜDWIND Institut und FEMNET mit Trade Union Rights Centre (TURC) in Indonesien und Paradigm Shift in Indien.
Mit: Dr. Jiska Gojowczyk, SÜDWIND Institut und Mona Meyer, FEMNET
Gemeinsam mit lokalen Partnern setzt sich INKOTA für effektive Systeme für Beschwerde und Abhilfe in der Lieferkette von Leder und Schuhen in Indien ein. Wir stärken die Zugänge von Arbeiter*innen aus Schuhfabriken und Gerbereien sowie von Heimarbeiter*innen zu Beschwerde- und Abhilfesystemen. In den beiden Projektregionen Uttar Pradesh und Tamil Nadu verschaffen die Partnerorganisationen den Arbeiter*innen vor allem innerhalb lokaler staatlicher, gerichtlichen und nicht-gerichtlichen Beschwerdesystemen Gehör. Die Abhilfe für Arbeiter*innen bei Rechtsverletzungen sind jedoch stark begrenzt. Häufig geht es um den Zugang zu Systemen minimaler sozialer Absicherung oder um Zahlungen von Abfindungen nach illegalen Entlassungen. Eine Multi-Akteurs-Partnerschaft von INKOTA und Society for Labour and Development (SLD) mit der Fair Wear Foundation (FWF).
Mit: Berndt Hinzmann, INKOTA-netzwerk
Mit der EU Forced Labour Regulation (FLR) hat die Europäische Union ein neues Instrument geschaffen, um Produkte, die unter Zwangsarbeit hergestellt wurden, vom europäischen Markt auszuschließen. Die Verordnung hat das Potenzial, Unternehmen stärker in die Verantwortung zu nehmen und den Schutz der Menschenrechte in globalen Lieferketten zu verbessern. Entscheidend wird jedoch sein, wie sie in der Praxis umgesetzt wird und welche Rolle Gewerkschaften, zivilgesellschaftliche Organisationen und betroffene Arbeiter*innen bei der Identifizierung und Dokumentation von Fällen von Zwangsarbeit spielen. Wir diskutieren die zentralen Elemente der FLR und ihre Auswirkungen. Im Fokus stehen die Umsetzung der Verordnung, die Zusammenarbeit zwischen relevanten Akteuren sowie die Frage, wie das Instrument wirksam dazu beitragen kann, Zwangsarbeit aufzudecken, Betroffene zu schützen und einen Beitrag zu leisten für Arbeitsrechte in der textilen Lieferkette.
Mit: Sandra Dusch Silva, Romero Initiative (CIR)
WEITERE SIND ANGEFRAGT: