ANMELDUNG & Programmdetails
Was hat der transatlantische Versklavungshandel mit unserem heutigen Konsum von Kakao zu tun?
Anlässlich des Internationalen Tages zur Erinnerung an den Sklavenhandel und seine Abschaffung lädt das Schokoladenmuseum Köln am 23. August 2026 zu einem Vortrag über historische und aktuelle Formen von Ausbeutung ein.
Der transatlantische Versklavungshandel hat Geschichte und Gesellschaften auf beiden Seiten des Atlantiks tief geprägt. Zugleich bestehen bis heute Arbeitsverhältnisse, in denen Menschen unter Bedingungen arbeiten, die grundlegende Menschenrechte verletzen. Nach aktuellen Schätzungen befinden sich weltweit Millionen Menschen in sklavereiähnlichen Arbeitsverhältnissen.
Der Vortrag verbindet deshalb historische Einordnung mit einem Blick auf aktuelle Entwicklungen. Serge Palasie vom Eine Welt Netz NRW gibt zunächst eine Einführung in die Geschichte des transatlantischen Versklavungshandels und seine Auswirkungen.
Anschließend richtet Friedel Hütz-Adams vom SÜDWIND-Institut den Blick auf die Gegenwart. Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere die Arbeitsbedingungen im Kakaoanbau und die Frage, welche historischen und strukturellen Zusammenhänge zwischen globalen Lieferketten, Ausbeutung und Menschenrechtsverletzungen bestehen.
Im Anschluss an die Vorträge gibt es eine kurze Führung durch die kulturgeschichtliche Ausstellung des Schokoladenmuseums, die die behandelten Themen aufgreift. Die Führung bietet die Möglichkeit, die historischen Zusammenhänge noch einmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten.
Die Veranstaltung findet am 23. August 2026 um 17:00 Uhr im Schokoladenmuseum Köln statt. Die Vorträge dauern etwa 80 Minuten. Im Anschluss ist eine exklusive Führung durch die Ausstellung für die Teilnehmenden vorgesehen.
Ab etwa 19:00 Uhr besteht außerdem die Möglichkeit, das parallel stattfindende MitAfrika Festival im und am Schokoladenmuseum zu besuchen.