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Studie

All die Textilschnäppchen – nur recht und billig? Arbeitsbedingungen bei Aldi-Zulieferern in China und Indonesien

Jede/r zweite KundIn in Deutschland kauft Kleidung bei Discountern – oft in Kombination mit teureren Produkten des Fachhandels und der Markenhersteller. Um noch mehr VerbraucherInnen anzulocken, werben Discountunternehmen zunehmend auch mit höherwertigen Waren – auch diese zu extrem niedrigen Preisen. In den letzten Jahren sind textilfremde Anbieter wie der größte deutsche Discounter Aldi in die Spitzenpositionen des hiesigen Textileinzelhandels aufgerückt. Von den mehr als vier Fünftel der Bevölkerung, die in den Filialen von Aldi Nord und Aldi Süd einkaufen, bilden die Besserverdienenden die größte Einzelgruppe. Ob arm oder reich, ein großer Teil von ihnen sucht nach Textilschnäppchen. Doch was den KundInnen nur recht ist, ist den NäherInnen bei der Herstellung der Textilien alles andere als billig. Wie die Fallstudien aus China und Indonesien in dieser Publikation zeigen, werden insbesondere bei chinesischen Zulieferern von Aldi grundlegende Arbeitsrechte in einem bisher ungeahnten Ausmaß verletzt.

Das SÜDWIND Institut will mit dieser Broschüre hiesige VerbraucherInnen und GewerkschafterInnen über die sozialen Folgen der globalen textilen Beschaffung von Aldi aufklären und einen Anstoß für die Protestaktionen gegen diese Praxis geben. Als Hintergrundinformationen bietet diese Publikation ein ausführliches Portrait des Textileinzelhändlers und Discounters Aldi sowie eine Analyse des internationalen Textil- und Bekleidungshandels nach dem Ende des WTO-Welttextilabkommens und des Strukturwandels im Lebensmitteleinzelhandel. Eine Reihe von Handlungsvorschlägen richtet sich sowohl direkt an Aldi als auch an politische EntscheidungsträgerInnen.

Artikelnummer:  2007-02
Erscheinungsjahr: 2007
Umfang: 96 Seiten
Autorin: Ingeborg Wick

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