Inhalt Footer
Publikation

Auf der Stelle getreten. Arbeitsrechtsverletzungen in der indischen Leder- und Schuhindustrie

Löhne weit unter existenzsicherndem Niveau, unfreiwillige Überstunden, unzureichender Schutz vor Gesundheits- und Sicherheitsrisiken, Verbot von Gewerkschaften und Diskriminierung aufgrund von traditionellen Geschlechter- und Kastennormen – dies sind einige der Missstände in der indischen Schuh- und Lederindustrie. Die Studie untersucht die Arbeitsbedingungen in indischen Schuh- und Lederfabriken, die u.a. für europäische Markenunternehmen produzieren.

Auf der Grundlage einer Befragung von ArbeiterInnen in Schuh- und Lederfabriken in den Regionen Ambur in Südindien und Agra in Nordindien, zeigt die Studie auf, dass Arbeitsrechtsverletzungen in der indischen Schuh- und Lederproduktion weit verbreitet vorkommen. Für die ArbeiterInnen wird es dabei immer schwieriger, sich selbst als TrägerInnen von Menschenrechten zu betrachten. Daher werden in dieser Broschüre vor allem die Stimmen der indischen ArbeiterInnen in den Vordergrund gestellt, sodass sie ihre Erfahrungen aus der eigenen Perspektive darstellen können.

Artikelnummer:  2016-30
Erscheinungsjahr: 2016
Umfang: 40 Seiten
Autor*innen: Anton Pieper, Shashi Kant Prasad, Vaibhav Raaj

Download

Sie wollen spenden oder Mitglied werden?

SÜDWIND tritt seit über 30 Jahren für wirtschaftliche, soziale und ökologische Gerechtigkeit weltweit ein. Aus diesem Grund arbeiten wir zu einem breiten Spektrum von Nord-Süd-Themen mit dem Ziel, ungerechte Strukturen aufzudecken, öffentlich zu machen, Handlungsalternativen  zu bieten und so zu Veränderungen beizutragen. SÜDWIND ist dabei inhaltlich und finanziell unabhängig. Um gemeinsam mehr zu erreichen, kooperieren wir mit Akteur*innen auf lokaler, europäischer und globaler Ebene, mit Gewerkschaften, Kirchen, Nichtregierungsorganisationen und Kampagnen. Wir forschen zu Themen wie Entwicklungszusammenarbeit, Frauen und Weltwirtschaft, Klimagerechtigkeit Nachhaltigkeit auf Finanzmärkten, zu Rohstoffen und Wertschöpfungsketten sowie zu Sozialstandards im Welthandel. In Deutschland verbinden wir unsere Recherchen mit entwicklungspolitischer Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit. Wir sind überzeugt: Dort, wo Menschen unter den Auswirkungen des globalen Wirtschaftssystems leiden, besteht ein direkter Zusammenhang zwischen dem Reichtum einiger weniger und der Armut vieler Menschen. Hierfür sind ungerechte wirtschaftliche und politische Strukturen verantwortlich und wir wollen dazu beitragen, diese zu ändern.

Südwind unterstützen 

Unsere Partner*innen

Website gefördert durch die Stiftung Umwelt und Entwicklung des Bundesministerium Nordrhein-Westfalen