
Menschenrechtsverletzungen wie Kinderarbeit, Zwangsarbeit, Armutslöhne und Lohndiebstahl sind in globalen Lieferketten nach wie vor verbreitet. Auch deutsche und europäische Unternehmen tragen zu solchen massiven Missständen bei. Trotz bestehender Regulierungen wie dem deutschen und dem Europäischen Lieferkettengesetz oder der EU-Zwangsarbeitsverordnung bestehen weiterhin erhebliche Risiken für Menschenrechtsverletzungen in den Lieferketten. Zudem stehen diese Regulierungen unter Druck. Wirtschaftsverbände und rechts-konservative Parteien fordern trotz Aufweichung vieler Bestimmungen die Abschaffung möglichst aller Nachhaltigkeitsrichtlinien nach US-amerikanischem Vorbild.
In diesem kritischen Umfeld möchten wir in unserer Schulung Multiplikator*innen über die Bedeutung und den aktuellen Stand der Regulierungen im Bereich menschenrechtlicher Sorgfaltspflichten informieren und ihnen verschiedenste Materialien für die eigene Informationsarbeit an die Hand geben. Zu den Materialien gehören neben einer Grundlagenstudie, kurze Factsheets zu den einzelnen Regulierungen, eine Kurzstudie in leichter Sprache, ein Comic und aktuelle Grafiken, die die Teilnehmer*innen zur weiteren Nutzung erhalten.
Die Schulung soll vor allem Menschen ansprechen, die selbst Bildungs- und Kampagnenarbeit leisten – ob Lehrer*innen, Aktivist*innen, Eine-Welt-Promotor*innen, oder anders Engagierte - und die andere zu dem Thema informieren möchten.
Datum: 06.11.2026
Uhrzeit: 15:00-17:30
Veranstaltungsort: Kleiner Saal, Bürgerzentrum Ehrenfeld, Venloer Str. 429, 50825 Köln
Die Veranstaltung ist barrierefrei und kostenfrei.
Anmeldung über veranstaltung@suedwind-institut.de
Veranstalter:SÜDWIND e.V.
Gefördert durch die Stiftung Umwelt und Entwicklung und ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des BMZ.

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SÜDWIND tritt seit über 30 Jahren für wirtschaftliche, soziale und ökologische Gerechtigkeit weltweit ein. Aus diesem Grund arbeiten wir zu einem breiten Spektrum von Nord-Süd-Themen mit dem Ziel, ungerechte Strukturen aufzudecken, öffentlich zu machen, Handlungsalternativen zu bieten und so zu Veränderungen beizutragen. SÜDWIND ist dabei inhaltlich und finanziell unabhängig. Um gemeinsam mehr zu erreichen, kooperieren wir mit Akteur*innen auf lokaler, europäischer und globaler Ebene, mit Gewerkschaften, Kirchen, Nichtregierungsorganisationen und Kampagnen. Wir forschen zu Themen wie Entwicklungszusammenarbeit, Frauen und Weltwirtschaft, Klimagerechtigkeit Nachhaltigkeit auf Finanzmärkten, zu Rohstoffen und Wertschöpfungsketten sowie zu Sozialstandards im Welthandel. In Deutschland verbinden wir unsere Recherchen mit entwicklungspolitischer Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit. Wir sind überzeugt: Dort, wo Menschen unter den Auswirkungen des globalen Wirtschaftssystems leiden, besteht ein direkter Zusammenhang zwischen dem Reichtum einiger weniger und der Armut vieler Menschen. Hierfür sind ungerechte wirtschaftliche und politische Strukturen verantwortlich und wir wollen dazu beitragen, diese zu ändern.



