Naturkautschuk in der Lieferkette. Wie Unternehmen Nachhaltigkeitsprobleme erkennen und lösen können

Kautschuk steckt in vielen Alltagsgegenständen wie in Matratzen, Schuhen oder Schnullern. Der größte Abnehmer ist aber die Automobilindustrie: 70 % des weltweiten Kautschuks fließen in die Herstellung von Reifen. Ungefähr die Hälfte des verwendeten Kautschuks ist Naturkautschuk, der aus dem Kautschubaum Hevea brasiliensis gewonnen wird und zu rund 90 % in Südostasien angebaut wird. Die immer weiter steigende Produktion von Naturkautschuk geht mit erheblichen ökologischen und sozialen Auswirkungen einher, die den VerbraucherInnen oft nicht bekannt sind. So gehören zum Beispiel der Anbau in Monokulturen, die Gefahr von Entwaldung, der Verlust von Biodiversität und ein erhöhter Chemikalieneinsatz zu den ökologischen Risiken. Soziale Auswirkungen sind erhebliche Menschenrechtsverletzungen wie illegale Vertreibungen. Flächendeckend machen aber vor allem die Preisschwankungen und die sehr niedrigen Preise für Kautschuk den ProduzentInnen große Probleme. Die Kautschukindustrie hat diese Probleme erkannt und erste Initiativen ergriffen. Diese Studie beleuchtet den aktuellen Stand und zeigt auf, welche weiteren Schritte noch folgen müssen.
Artikelnummer: 2018-41
Erscheinungsjahr: 2018
Umfang: 56 Seiten
Autor*innen: Irene Knoke u.a.
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