Positionspapier über die Herausforderungen und Lücken von Zertifizierungsansätzen

Weltweit wird ein großer Teil der agrarischen Produkte von Bäuerinnen und Bauern produziert, die auf sehr kleinen Flächen wirtschaften. Besondere Anforderungen der Pflanzen, Flächengrößen, Infrastruktur, Marktzugang, schwankende Preise sowie die politische Situation in den Anbauregionen sind nur einige der vielen Faktoren, die die Lebenssituation von Bäuerinnen und Bauern mitbestimmen. Viele von ihnen sind nicht dazu in der Lage, ökonomisch, sozial und ökologisch nachhaltig zu wirtschaften.
Um dies zu verändern haben standardsetzende Organisationen Kriterien entwickelt, wie eine nachhaltige Produktion aussehen sollte. Die Einhaltung dieser Kriterien wird in der Regel durch Audits überwacht und in vielen Fällen werden die Produkte in den Verkaufsregalen mit einem Label gekennzeichnet, um Konsumenten und Konsumentinnen auf die Einhaltung der Anforderungen hinzuweisen. Evaluierungen zeigen, dass standardsetzende Organisationen zwar eine wichtige Rolle auf dem Weg hin zu mehr Nachhaltigkeit spielen, jedoch nur einen Teil der erforderlichen Veränderungen in Gang setzen können.
Artikelnummer: 2015-10
Erscheinungsjahr: 2015
Umfang: 47 Seiten
Autor: Friedel Hütz-Adams
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