Zu welchem Preis? Migration, Frauen und Heimatüberweisungen

Heimatüberweisungen (engl. Remittances) sind Geldtransfers, die Haushalte von im Ausland lebenden Familienangehörigen erhalten. Für viele Menschen in Entwicklungsländern sind sie die wichtigste Einnahmequelle. Dabei kann es sich um Bargeld oder bargeldlose Zahlungen handeln. Diese können sowohl über formelle als auch über informelle Kanäle übermittelt werden. Heimatüberweisungen spielen seit einigen Jahren eine zentrale Rolle im internationalen Diskurs um den Zusammenhang von Migration und Entwicklung. Obwohl etwa die Hälfte der Heimatüberweisungen von Frauen stammt, wird das Thema Gender in diesem Bereich selten behandelt. Dabei ist es interessant und notwendig zu beleuchten, welche Auswirkungen Migration und Heimatüberweisungen auf „traditionelle“ Rollenbilder haben oder welchen Preis Arbeitsmigrantinnen dafür zahlen, dass sie mit ihrer Migration nicht nur zu wirtschaftlicher Entwicklung, sondern auch zu sozialem Wandel beitragen.
Artikelnummer: 2018-43
Erscheinungsjahr: 2018
Umfang: 6 Seiten
Autor*innen: Irene Knoke u.a.
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