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Jahresbericht

Jahresbericht 2018

Kaum ein Prozess der Vereinten Nationen hat in den Ländern Europas so viel öffentliche Aufmerksamkeit bekommen, wie der Globale Migrationspakt, der im Dezember 2018 verabschiedet wurde. Die Aufmerksamkeit war leider nicht der Tatsache geschuldet, dass unsere Gesellschaft erkannt hat, dass angesichts weltweiter Herausforderungen gemeinsam, wirkungsvoll und international gehandelt werden muss. Nein, rechtsextreme Gruppierungen hatten eine massive Desinformations- und Verunsicherungskampagne inszeniert, für die sich rechtspopulistische Regierungen empfänglich zeigten. SÜDWIND setzt sich für einen auf Menschenrechten basierenden Umgang mit Migration ein. Dafür haben wir im letzten Jahr in einer Videoreihe Zusammenhänge von Migration und Flucht erläutert und Ansätze für eine menschenwürdige Migrationspolitik skizziert. Als Reaktion erhielten wir sowohl breite Unterstützung als auch zahlreiche abfällige Kommentare, unter denen auch Aufrufe zur Gewalt waren. Gerade diese Hass-Kommentare machen deutlich, wie wichtig es weiterhin ist, klar und deutlich Position für Menschenrechte und gegen nationalistische Engstirnigkeit zu beziehen. SÜDWIND wird hierin nicht nachlassen. Es ist keine neue Erkenntnis, dass ungleiche Chancen politischer, wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Teilhabe, Armut und Missstände verursachen und unser nicht nachhaltiges Wirtschaftssystem dafür verantwortlich ist. Verstärkt müssen wir feststellen, dass Ungleichheit auch eine Dauergefahr für die Demokratie und Nährboden für Rechtspopulismus bedeutet. SÜDWIND hat auch im letzten Jahr mit aller Kraft für einen politisch gestalteten Strukturwandel hin zu ökologischer Nachhaltigkeit, sozialer Gerechtigkeit und internationalem Ausgleich gearbeitet.

Artikelnummer: 2019-09
Erscheinungsjahr: 2019
Umfang: 52 Seiten

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SÜDWIND tritt seit über 30 Jahren für wirtschaftliche, soziale und ökologische Gerechtigkeit weltweit ein. Aus diesem Grund arbeiten wir zu einem breiten Spektrum von Nord-Süd-Themen mit dem Ziel, ungerechte Strukturen aufzudecken, öffentlich zu machen, Handlungsalternativen  zu bieten und so zu Veränderungen beizutragen. SÜDWIND ist dabei inhaltlich und finanziell unabhängig. Um gemeinsam mehr zu erreichen, kooperieren wir mit Akteur*innen auf lokaler, europäischer und globaler Ebene, mit Gewerkschaften, Kirchen, Nichtregierungsorganisationen und Kampagnen. Wir forschen zu Themen wie Entwicklungszusammenarbeit, Frauen und Weltwirtschaft, Klimagerechtigkeit Nachhaltigkeit auf Finanzmärkten, zu Rohstoffen und Wertschöpfungsketten sowie zu Sozialstandards im Welthandel. In Deutschland verbinden wir unsere Recherchen mit entwicklungspolitischer Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit. Wir sind überzeugt: Dort, wo Menschen unter den Auswirkungen des globalen Wirtschaftssystems leiden, besteht ein direkter Zusammenhang zwischen dem Reichtum einiger weniger und der Armut vieler Menschen. Hierfür sind ungerechte wirtschaftliche und politische Strukturen verantwortlich und wir wollen dazu beitragen, diese zu ändern.

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