Einschränkungen zivilgesellschaftlicher Handlungsspielräume nehmen weltweit zu, eine Tendenz die auch als „Shrinking Spaces“ bezeichnet wird. Druck wird auf zivilgesellschaftliches Engagement in vielfältiger Weis ausgeübt ‒ durch repressive Gesetze, Überwachung, Einschränkungen von Versammlungsrechten, oder bürokratische und finanzielle Hürden für NGOs. Trotz geografischer Entfernung des globalen Nordens und Südens sollten die negativen Entwicklungstendenzen nicht isoliert, sondern im internationalen Kontext betrachtet werden. Netzwerke und andere Treiber antidemokratischer Tendenzen agieren nicht selten global und sind häufig gut vernetzt. Hierauf muss mehr Aufmerksamkeit gerichtet werden, denn zivilgesellschaftliche Handlungsspielräume sind der Grundbaustein für eine gerechtere Gesellschaft. Speziell in der Entwicklungszusammenarbeit ist eine ganzheitliche Betrachtung der politischen Gegebenheiten essenziell und gleichzeitig können Synergien und bestehende Partnerschaften genutzt und neue geformt werden, um sich für Handlungsspielräume einzusetzen.
Das Ziel des Panels ist es, das Bewusstsein für den zunehmenden Verlust von zivilgesellschaftlichen Handlungsspielräumen und das Wissen zu den Verflechtungen der Geschehnisse im globalen Norden und Süden weiter zu stärken (Stichworte: Populismus, Internationale Rechte, Fundamentalistische Christen, autoritäre Regime) sowie die Zusammenhänge mit der Entwicklungszusammenarbeit zu unterstreichen. Außerdem sollen mögliche Gegenstrategien herausgearbeitet werden (Stichwort: Resilienz).
Panelgäste:
Dr. Rebecca Wagner
Assozierte Forscherin beim Peace Research Institute (PRIF)
Wolfgang Obenland
Forum Umwelt & Entwicklung
Jorge Weishein (digital)
Pfarrer der Evangelischen Kirche am La Plata (IERP), befasst mit Gender- und Umweltfragen
Programm: Als PDF herunterladen
Moderation: Dr. Hildegard Hagemann
Im Anschluss findet die Mitgliederversammlung von SÜDWIND e.V. statt.

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SÜDWIND tritt seit über 30 Jahren für wirtschaftliche, soziale und ökologische Gerechtigkeit weltweit ein. Aus diesem Grund arbeiten wir zu einem breiten Spektrum von Nord-Süd-Themen mit dem Ziel, ungerechte Strukturen aufzudecken, öffentlich zu machen, Handlungsalternativen zu bieten und so zu Veränderungen beizutragen. SÜDWIND ist dabei inhaltlich und finanziell unabhängig. Um gemeinsam mehr zu erreichen, kooperieren wir mit Akteur*innen auf lokaler, europäischer und globaler Ebene, mit Gewerkschaften, Kirchen, Nichtregierungsorganisationen und Kampagnen. Wir forschen zu Themen wie Entwicklungszusammenarbeit, Frauen und Weltwirtschaft, Klimagerechtigkeit Nachhaltigkeit auf Finanzmärkten, zu Rohstoffen und Wertschöpfungsketten sowie zu Sozialstandards im Welthandel. In Deutschland verbinden wir unsere Recherchen mit entwicklungspolitischer Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit. Wir sind überzeugt: Dort, wo Menschen unter den Auswirkungen des globalen Wirtschaftssystems leiden, besteht ein direkter Zusammenhang zwischen dem Reichtum einiger weniger und der Armut vieler Menschen. Hierfür sind ungerechte wirtschaftliche und politische Strukturen verantwortlich und wir wollen dazu beitragen, diese zu ändern.



